Vorweg: Dies ist der letzte technische Beitrag vorerst hier im Blog. Ab sofort gibt es wieder die gewohnten Beiträge. Da ich aber die Technik brauche für den Blog, kann man ja mal darüber schreiben.
Nachdem ich die Kamera nun eine Woche genutzt habe und ca. 800 Bilder damit gemacht habe, gibt es an dieser Stelle ein Fazit von mir.
Display
Das große Display ist für mich ganz neu, bislang hatte ich noch keine AMOLED Display in der Hand. Es ist sehr hell, sehr scharf in der Darstellung und aus nahezu fast jedem Winkel einsehbar. Die Helligkeit kann man per Hand anpassen oder automatisch regeln lassen. Auch bei Sonnenlicht ist es gut ablesbar. Fazit: Ein klares Plus.
Knöpfe, Schalter Akkuschacht
Die Bedienungsknöpfe und der Drehschalter sind leichtgängig, manchmal zu leichtgängig, es fehlt der fühlbare Raster. Für Menschen mit dickeren Fingern und welche die etwas grobmotrig veranlagt sind nicht unbedingt geeignet. Mir ist es ein paar mal passiert dass ich aus versehen die Kamera eingeschaltet habe. Ein Schiebeschalter währe hier die bessere Wahl, so wie beim GPS Schalter. Der Akkuschacht der auch die SD Karte beinhaltet läßt sich leicht und sicher öffnen und schließen. Die Karte ist wie gewohnt zu entnehmen. Der Schacht für das Ladekabel und das HDMI Kabel (welches nicht mitgeliefert wird) befindet sich gleich daneben. Fazit: Ein Plus mit Einschränkungen.
Menü und Einstellungen
Ich habe das Handbuch bislang noch nicht einmal geöffnet, geschweige denn gelesen. Dennoch, habe ich mich dank der klaren und verständlichen Struktur gleich zurecht gefunden. Das ganze ist logisch aufgebaut, allerdings für meine Begriffe mit zu vielen Optionen in den Untermenüs. Ich würde am Drehrad zwei Einstellmöglichkeiten weglassen und zwar die "Auto" und die "Programm". Die intelligente Automatik macht einen guten Job und alles andere kann ich wenn ich will per Hand einstellen. Die Einstellungen entsprechen dem Standard bei Kompaktkameras mit ein paar Zusätzen mit Effekten (Fischauge, Miniatur) und Farbfiltern. Fazit: Ein Plus.
Objektiv
Das Objektiv beeindruckt mich mit dem Weitwinkel der wirklich toll ist und dem 15x optischem Zoom, dass ist wirklich gewaltig. Hierbei müssen aber auch Abstricke gemacht werden. Bei mehr als 10x Zoom sieht man im Bild einen Helligkeitsabfall zum Bildrand hin. Also sollte man hier mit Vorsicht rangehen. Bei solchen Objektiven liegt es nahe, dass diese Bildrauschen in dunkler Umgebung erzeugen. Da ich sehr gerne ohne Blitz fotografiere, weil dies einfach stimmungsvollere Bilder ergibt, habe ich hier meine liebe Mühe die richtigen Einstellungen zu finden. Kurzum: Für Aufnahme bei ausreichend Licht ist die Kamera sehr gut geeignet, bei schwachem Licht nur sehr eingeschränkt. Fazit: Plus wegen Weitwinkel und Zoom, Minus wegen starkem Bildrauschen bei wenig Licht.
GPS
Wenn man sich unter freiem Himmel befindet, erhält man innerhalb einer Minute ein GPS Signal. Bei einem Warmstart innerhalb von Sekunden. Die Genauigkeit reicht für den Privatgebrauch aus, der Versatz beträgt nur wenige Meter. Es macht Spaß GPS zu nutzen, vor allem für das eigene Webalbum, Google Earth und dergleichen mehr. Die Karten die man herunterladen kann beinhalten fast alle Staaten und viele größere und kleinere Städte. Reit im Winkl mit 2800 Einwohnern war kein Problem, wurde sofort erkannt. Man kann mit der Karte die man anzeigen lassen kann sogar navigieren, zumindest weiß man wo man ist. Fazit: Ein klares Plus.
Video
Über die Videofunktion der Kamera möchte ich mich ehrlich gesagt nicht groß auslassen, da ich mich maßlos geärgert habe. Der Bildstabilisator scheint hier zur gänze abgeschaltet zu sein, der Autofokus ist dermaßen langsam, dass eine Zoomfahrt unmöglich ist damit, die Qualität der Videos, selbst in der besten Qualität ist schlecht. Ich habe eine HD Videokamera von Panasonic (HDC SD10) die macht zwar bescheidene Fotos dafür super Videos. Fazit: Klares Minus, Videos mit der Kamera sind nicht zu gebrauchen.
Zusatz zum Video:
Für Video und Foto braucht es in der Kompaktklasse immer noch zwei Kameras. Digitalkameras für Bilder und Videokameras für Videos. Alles andere ist immer noch als "nicht brauchbar" zu deklarieren.
Akku und Ladezeit
Der Akku hält ohne GPS und Blitz für knapp 300 Bilder, jenachdem wie lange man für Einstellungen braucht. Mit GPS und Blitz wird er wohl für nicht mehr als 100 Bilder reichen. Was mich freut ist die Kombination aus Ladegerät und USB Kabel. Man kann die Kamera also via USB am Rechner aufladen oder via Ladegerät. Hierbei liegt aber ein Hund begraben. Via Ladegerät dauert das aufladen eines leeren Akkus ca. 3 Stunden und das ist zu lange aus meiner Sicht. Fazit: Ein Plus, der Akku ist klein, hält aber gut. Ein Minus für die Ladezeit.
Ergebnis
Ich habe für die Kamera 349,- Euro bezahlt. Wenn es nach mir ginge und ich für Samsung arbeiten würde, dann würde ich versuchen das Bildrauschen zu reduzieren, die Ladezeit des Akku zu verringern, das Drehrad um zwei Optionen kürzen, die Videoaufnahme auf 720p reduzieren um bessere Videos zu erhalten, die Bildstabilisierung nicht als Option auf dem Drehrad einbauen sonder unter allen Menüpunkte einschaltbar zu machen. Dann dürfte die Kamera aus meiner Sicht auch 449,- Euro kosten, ich würde sie mir dann kaufen. So wie diese jetzt ist, halte ich den Preis um 50,- Euro zu hoch. Panasonic wird mit der TZ10 hier sicher aufzeigen was in der Preisklasse möglich ist.
Schlusswort
Ich bin kein Profi sondern nur Technikfan. Ich brauche für meinen Blog Videos und Bilder. Dieses Fazit spiegelt lediglich meine Meinung wieder. Wenn Sie anderer Meinung sind, können wir gerne darüber diskutieren, nutzen Sie dazu bitte das Kommentarfeld. An Samsung sei mein Ergebnis gerichtet, denkt darüber nach, setzt es um und Panasonic sowie Canon werden sich warm anziehen müssen, so aber haben die beiden Konkurenten Vorsprung.
Falls Sie Probleme haben die Karten für das GPS zu installieren, in dieser GIF Datei wird es erklärt.
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Josef Türk jun. http://www.kurcafe.de/ http://www.webcam-reit-im-winkl.de/ http://www.ferienwohnung-reit-im-winkl.de/ http://www.kurcafe.blogspot.com/